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Bänder Nr.

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121 - 130

131 - 140

141 - .....

Es gibt für jedes Band eine Knüpfvorlage als PDF-Datei für je 1,- Euro zu bestellen. (Zwei Beispiele hierfür folgen etwas weiter unten.) Alle, die schon einmal Freundschaftsbänder geknüpft haben, werden bestimmt damit zurecht kommen.

Für Einsteiger gibt es eine ausführliche Anleitung als PDF-Datei, in der die Bänder 1 bis 5 in Bildchen beschrieben werden, bei einer Bestellung der Knüpfvorlagen 1 bis 5 (für 5,- Euro).

Für alle, die schon einmal Freundschaftsbänder geknüpft haben, folgt hier eine Kurzanleitung, die man auch als PDF-Datei runterladen kann.

download Kurzanleitung


Es gibt zwei verschiedene Kategorien an Freundschaftsbändern:

Kategorie 1 (Bänder Nr. 01 - 60 und 101 - 140):
Die Bänder werden nach den Farben geknüpft, die Reihen verlaufen fast immer schräg. Die Fäden vertauschen ihre Position und es werden meistens alle vier Knoten verwendet.

Kategorie 2 (Bänder Nr. 61 - 100):
Bei diesen Bändern knüpft man systematisch eine Reihe nach der anderen quer, niemals schräg! Es werden nur zwei Knoten verwendet (der Rechts-Links-Knoten und der Links-Rechts-Knoten), wobei die Fäden immer an ihrer ursprünglichen Position bleiben.

Ich verwende Baumwollgarn mit einer Strick- und Häkelnadelstärke 2 - 2,5. (Oder Perlgarn Nr. 5 - ist aber viel teurer!) Man kann natürlich auch dickere Fäden verwenden, dann wird das Band etwas länger. Je nach Muster knüpft man einfach etwas weniger. Das Band sollte 2 cm kürzer sein als der Umfang des Handgelenks, da man diesen Platz zum Verknoten benötigt. Bei einem Handgelenkumfang von 15 cm ist eine Bandlänge von 12 - 13 cm passend.

Zuerst schneidet man die entsprechende Anzahl Fäden zurecht und fasst sie am oberen Ende mit einem Knoten zusammen. Oberhalb des Knotens sollten 15 cm übrig bleiben für den Abschlusszopf. Dann steckt man eine Sicherheitsnadel durch den Knoten und befestigt diese an einem Kissen, das man sich zwischen die Beine klemmt, oder an der Jeans oberhalb des Knies.

Danach ordnet man die Fäden wie auf den Knüpfvorlagen angegeben fächerförmig auf dem Schoß an. (Eine andere Methode, ein Band zu beginnen, ist weiter unten bei "Tipps" beschrieben.) Die Fadenlängen sind jeweils genau angegeben. Man kann es sich auch etwas einfacher machen und die Fäden alle gleich lang zuschneiden. Allerdings müssen dann alle Fäden so lang sein wie der längste Faden. Oder man schneidet den oder die längsten Fäden extra zu und macht alle anderen Fäden so lang wie den zweitlängsten Faden. Vor allem bei den Bändern der Kategorie 2 ist das sehr empfehlenswert, da man bei gleichen Farben nicht auf die Längen achten muss. Der Nachteil ist, dass man am Ende mehr Abfall erzeugt.

Außerdem benötigt man eine stumpfe Stick- oder Stopfnadel (möglichst kleine Größe Nr. 22), um falsch geknüpfte Knoten wieder aufzutrennen. Durch das Öhr dieser Nadel zieht man einen bunten Faden, um die Nadel nicht zu verlieren. Ich habe diese Nadel immer mit einer extra Sicherheitsnadel hinten an meinem Knüpfkissen befestigt, da ich auch nach über zehnjähriger Knüpfpraxis bei jedem Band immer mal einen Knoten korrigieren muss.

Jeder Punkt entsteht durch einen Doppelknoten. Es gibt Rechts- und Linksknoten und daraus ergeben sich folgende vier Möglichkeiten:



Tipps

Den ersten Knoten sollte man möglichst fest zuziehen, den zweiten Knoten, der den sichtbaren Punkt bildet, nicht ganz so fest anziehen. Den Knüpffaden nach dem Zuziehen des zweiten Knotens leicht nach unten ziehen, damit er genauso wie der Spannfaden nach unten ausgerichtet ist.

So sieht die Struktur der Bänder mit einer geraden und einer ungeraden Anzahl an Fäden aus:

Eine einfachere Methode, ein Band zu beginnen, ist, die Fäden mit einem Paket-Klebeband auf einem Tisch zu befestigen. Dies geht folgendermaßen:

Zuerst schneidet man ein Stück Klebeband ab und klebt es verkehrt herum (mit der Klebeseite nach oben) auf den Tisch, indem man an beiden Enden einen kleinen Teil umknickt und diese Enden auf dem Tisch befestigt. Danach pickt man die bereits zugeschnittenen Fäden ganz nah nebeneinander in der genauen Reihenfolge auf das Klebeband und lässt ab dem unteren Rand des Klebebands 18 cm darüber hinaus schauen. Das ist etwas mehr als mit einem Knoten, da dieser ja entfällt. Allerdings muss man die Fäden in umgekehrter Reihenfolge anordnen!

Danach dreht man das Klebeband um und befestigt es auf dem Tisch oder an der Tischkante, dann hängen die Fäden nach unten. Wenn ich ca. 1 cm geknüpft habe, entferne ich das Klebeband, mache oben einen Knoten und befestige es wie immer an meinem Knüpfkissen.

Fadenlängen

Die Fadenlängen sind auf den Knüpfvorlagen jeweils genau angegeben. Wenn man allerdings dünnere Fäden verwendet, sollte man die Fäden länger zuschneiden. Ich verwende Baumwolle von verschiedenen Herstellern, z.B.:

Diese Fäden sind leider häufig zu dick. Ich schmälere die zugeschnittenen Fäden sehr oft, indem ich einen oder auch zwei einzelne Fäden aus dem gesamten Fadenstrang herausziehe. Eine Anleitung hierfür kann man als PDF-Datei hier herunterladen:

download Tipp zu den Fadenstärken

Wenn einmal ein Faden zu kurz wird oder abreißt, kann man einen neuen Faden anknüpfen. Man schneidet einen neuen Faden zu und klebt diesen von hinten mit einem Tesafilm an das Band. Wenn der kurze Faden ein Spannfaden ist, knüpft man einen Doppelknoten um den kurzen und den neuen Faden. Danach kann man einfach mit dem neuen Faden weiter knüpfen.

Wenn der kurze Faden ein Knüpffaden ist, kann man auch einfach mit dem neuen Faden weiter knüpfen. Man sollte dann später die zwei kurzen Enden mit einem Rechts- und einem Linksknoten auf der Rückseite des Bandes verknoten und eventuell einen Tropfen Sekundenkleber verwenden. Danach schneidet man die zwei kurzen Enden auf der Rückseite bis auf 1 - 2 mm ab.

Abschluss des Bandes

Ganz oben auf dieser Seite ist ein Band mit den Abschlusszöpfchen zu sehen. Hier kann man eine Anleitung für den Abschluss als PDF-Datei herunterladen:

download Abschluss des Bandes



Bänder der Kategorie 1

Das nächste Bild zeigt eine Knüpfvorlage der Kategorie 1. Es ist immer das gesamte Band abgebildet und daneben eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Außerdem ist meistens noch der Anfang von ein oder zwei weiteren Bändern dabei, da manchmal nur durch eine andere Anordnung der Fäden ein ganz anderes Muster entsteht.
Das Band Nr. 3 war übrigens mein allererstes Band. Damit kam vor über 10 Jahren meine Tochter aus dem Ferienlager nach Hause. Ich war total fasziniert und fragte: "Uiii, wie geht'n des?" Sie zeigte es mir, und seitdem komme ich nicht mehr davon los.

Es gibt manchmal Fäden, die in dem gesamten Band immer Spannfäden sind, also niemals an der Oberfläche sichtbar werden. Diese Fäden habe ich als "blind" bezeichnet. Die Farbe dieser Fäden spielt keine Rolle, zur besseren Unterscheidung habe ich oft grau gewählt. Beim Knüpfen tut man sich viel leichter, wenn diese Fäden eine Farbe haben, die in dem Band nicht vorkommt. Allerdings sieht man diese Farbe in den Abschlusszöpfchen. Wen das stört, sollte für die blinden Fäden eine Farbe wählen, die in dem Band noch vorkommt.

Die Reihenfolge der zu knüpfenden Knoten ist zum Teil auch anders möglich, als in der Schritt-für-Schritt-Anleitung angegeben. Man muss nur immer von oben nach unten knüpfen. Man kann niemals einen unteren Knoten ausführen und danach einen darüber liegenden.



Bänder der Kategorie 2

Die Bänder der Kategorie 2 bestehen nur aus Rechts-Links- und Links-Rechts-Knoten. Für diese Bänder habe ich etwas andere Symbole erfunden, da man mit den obigen Symbolen nichts mehr erkennen kann. Es gelten diese Symbole:

Da man bei diesen Bändern systematisch eine Reihe nach der anderen quer knüpft, erübrigt sich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Ich lege mir immer ein Lineal oder ein Stück Papier oder Pappendeckel auf die Vorlage und schiebe es reihenweise nach unten.

Ein großer Unterschied zu den Bändern der Kategorie 1 ist, dass man bei jedem Knoten immer zwei neue Fäden in die Hände nimmt. Bei jedem Knoten hat man einen weißen und einen schwarzen Faden zur Auswahl und kann entscheiden, ob der sichtbare Punkt weiß oder schwarz sein soll.
Wenn man die Reihen schräg knüpft (Kategorie 1), rutscht man immer um einen Faden weiter, wenn man die Reihen quer knüpft (Kategorie 2), rutscht man immer um zwei Fäden weiter!

Die Fäden bleiben immer an ihrer ursprünglichen Position. Deshalb darf sich die abwechselnde Reihenfolge "schwarz, weiß, schwarz, weiß..." niemals ändern. Wenn sich auf einmal zwei schwarze oder weiße Fäden nebeneinander befinden, dann hat man in der vorherigen Reihe einen Fehler gemacht. (Passiert mir laufend!)

Zu beachten ist, dass es bei einer geraden Anzahl an Fäden immer eine ganze Reihe und eine Zwischenreihe gibt. Die Zwischenreihe besteht aus einem Knoten weniger, und die Fäden rechts und links außen bleiben unbenutzt.
Bei einer ungeraden Anzahl an Fäden sind in jeder Reihe gleich viele Knoten, und es bleiben abwechselnd der Faden rechts außen und in der nächsten Reihe der Faden links außen unbenutzt.

Zur Veranschaulichung habe ich nur auf der folgenden Vorlage rechts die Reihen mit einem Abstand dargestellt.

Mein aller herzlichster Dank geht an Frau Ingrid Moras. Durch zwei ihrer Bücher habe ich vor über 10 Jahren das Knüpfen gelernt. Von ihr habe ich auch die Symbole für die vier Knoten übernommen. Alle Bücher von Ingrid Moras sind sehr empfehlenswert!

Ein genauso großer Dank geht an Herrn Erich Friedman, der mir großzügigerweise erlaubt hat, seine Muster auszutüfteln und auf meine Website zu übernehmen.

© 2004-2014 Marina Ulmer